Viele Inseln und eine Uuuuli

Philippinen

eins – zwei – drei – schon ist’s vorbei Juni 24, 2011

Einsortiert unter: Abschied,Schule — philiuli @ 8:08 nachmittags
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Mabuhay,

die ersten drei Jahre in Manila nähern sich so langsam dem Ende. Gestern war unser letzter Schultag vor den lang ersehnten Sommerferien. War schon ein komisches Gefühl. Zum einen standen da auf einmal ziemlich viele Lehrer auf der Bühne zum Verabschieden, die fast alle mit mir hier vor drei Jahren angekommen waren. Da wird einem bewusst, dass es im nächsten Schuljahr ziemliche Veränderungen geben wird und ich eigentlich die einige bin, die von unsrem damals ankommendem Team übrig geblieben ist. Zum anderen war es auch komisch, weil ich mich als Klassenlehrerin von meiner ersten eigenen Klasse verabschieden musste. Ich hab die Kiddies nun drei Jahre lang auf ihrem Schulweg begleitet und sie sind mir echt ans Herz gewachsen. Ich bin sehr dankbar, dass ich so eine liebe und tolle Klasse hatte, in der ich wirklich alle Kinder mochte. Einziger Wermutstropfen: ich werd die meisten der Kinder (drei gehen leider wieder nach Deutschland zurück) zumindest in den nächsten zwei Jahren, die ich definitiv noch in Manila bin, noch im Schulgelände sehen und sicher auch mal wieder in der ein oder anderen Vertretungsstunde unterrichten.

In kommenden Jahr starte ich nun wieder neu mit Klasse 1 los. Freu mich auch auf die 11 Kinder, mit denen ich zusammen weiter in meinem Lehrerberuf wachsen kann. Auch wenns schwer wird, meine allererste Klasse zu toppen, so denke ich doch, dass ich auch in den kommenden zwei Jahren viel Freude mit den Kleinen haben werde.

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

Vor drei Jahren

Vor drei Jahren

Abschiedsparty mit Klasse 3

Abschiedsparty mit Klasse 3

 

Bischof von Myra Dezember 6, 2010

Einsortiert unter: Feste,Schule — philiuli @ 4:31 nachmittags
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Mabuhay,

tja, alle, die jetzt kurz überlegt haben, wer denn der Bischof von Myra sei, denen geht es wohl genauso wie mir. Peinlich, peinlich, macht aber nix, schließlich ist es nie zu spät, um kleine Bildungslücken zu schließen. Zum Glück lerne ich als Grundschullehrerin doch immer ne ganze Menge interessanter Dinge. Auf jeden Fall ist der Mann – laut einer christlichen Legende – der Grund, warum wir heute Nikolaus feiern.Genau, der Bischof hieß nämlich (wie sollte es anders sein) Nikolaus. Naja, und er hat halt den in Myra – einer Gegend in der heutigen Türkei – den Menschen geholfen. Versionen gibts viele (habe ich dank wikipedia gelernt), allerdings ist immerhin die Überlieferung mit dem Stiefel die gleiche.

Lauter kleine Nikoläuse

Lauter kleine Nikoläuse

Naja, egal warum man nun feiert, ne nette Sache isses ja auf jeden Fall. Ich hoffe, ihr habt alle einen fleißigen Nikolaus gehabt. Bei mir hats leider nicht funktioniert – ich glaube, der Nikolaus hatte keine Idee, wie er die Geschenke in meine Fliflops packen sollte. Aber immerhin war ich als NikoLOHSine in meiner dritten Klasse tätig und bekam ein nettes Danke von den meisten meiner Schüler (da soll nochma jemand sagen, die Jugend von heute hat keine Manieren). Und passend zum Feste haben wir gebastelt und frische Plätzchen gebacken.

In der Weihnachtsbäckerei

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

 

laterne, laterne, sonne, mond und sterne November 13, 2010

Einsortiert unter: Feste,Schule,Uncategorized — philiuli @ 7:09 nachmittags
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Mabuhay,

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir….

Tja, jedes Jahr am 11.11. hat nicht nur meine Omi und die liebe Kristl Geburtstag, nee… an diesem Tag feiern wir auch St. Martin. Das ist nun mein dritter Martinsumzug hier in Manila gewesen und irgendwie ist es jedes Jahr dasselbe.

Mittags wird es erstmal total dunkel und ein Regenguss kommt herunter, dass man Angst hat, die Welt gehe gleich unter. Danach hellt es aber dann zum Glueck doch noch auf und die boesen Regenwolken verschwinden. Nun muss noch bis 17Uhr durchgehalten werden – Kinder helfen beim Fruechtepunsch machen und man fragt sich immer wieder, ob einige von denen jemals eine ungeschaelte Orange in ihrer Hand hattten. Danach geht dann endlich die grosse Feier los, wobei stets ein paar Kinder aufgrund des miesen Manilastaus zu spaet kommen (oh ja, im ersten Jahr gabs sogar bitterliche Traenen, weil es eine Familie erst so spaet schaffte, dass der eigentliche Umzug schon vorbei war).

Als erstes wird gesungen und Theater gespielt und dann werden die Laternen mit richtigen Kerzen angezuendet (in diesem Moment sind wir dann doch alle glueklich, dass es vorher geregnet hat, da laesst sich’s Feuer einfacher loeschen). Schliesslich gehts eine Runde im Schulgelaende um den Sportplatz (ausserhalb der Schule waere es zu gefaehrlich in dem Gebiet), jeder  versucht das St. Martinslied zu singen, was allerdings nie so richtig gelingt. Dann werden noch Broetchen gegessen und  der Punsch wird verzehrt und ab gehts wieder Heim. Gestresst von dem ganzen Tag sitzt man dann als Lehrerin am Abend zu Hause und fragt sich warum das Ganze. Aber die Antwort ist logisch. Auch im Ausland lieber die Kinder solche kleinen Traditionen und diese vielen Strahleaugen helfen dann doch recht gut ueber den eigentlichen stressverursachten Unmut hinweg.

Und so wird es sicher auch im naechsten Jahr wieder heissen

Durch die Strassen auf und nieder…..

in diesem Sinne sag ich liebe Gruesse

eure Philiuli

 

Spaghetti Party Februar 5, 2009

Einsortiert unter: Schule — philiuli @ 8:52 nachmittags
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Mabuhay,

eigentlich erzähle ich ja lieber von Aktivitäten, die nichts mit Schule zu tun haben, aber von der Spaghetti Party möchte ich doch gern berichten.

Mein Unterricht besteht aus Projekten, die sich über 6 Wochen erstrecken. Kurz vor Weihnachten begannen wir das Projekt “fürsorglich sein”. Zu jedem Projekt ist mindestens ein Schulausflug pflicht. Tja, und fürsorglich sein, ist in Manila nicht schwer, weil es hier genügend arme Menschen gibt, die Hilfe gern annehmen. Außerdem wollten wir unsre Schüler mal etwas sensibilisieren für die wirkliche Welt. Schließlich wachsen die meisten hier in einer Blase auf und bekommen kaum etwas mit von den Problemen vieler Philippiner. Und dank Christoph (ein lieber Kollege, der sich hier viel engagiert), war der Plan ziemlich schnell geschmiedet: Spaghetti kochen für 80 Kinder (die meisten ernähren sich nur von Reis, weil dass am billigsten ist).

Leider können unsre Erst- und Zweitklässler noch nicht kochen, daher erledigte die Kantine den Job und die Kinder gaben für den Kauf von Nudeln und süßer Tomatensoße (das ist philippinische Tomatensoße – total ekelhaft) eine finanzielle Spende. Allerdings wurden wir (also meine Klasse 1 und die englische Klasse 1/2) trotzdem aktiv: Fleißig wurden 80 Einladungen geschrieben für jedes Kind, ein Poster gestaltet und mindestens 200 Plätzchen gebacken. Und einige Kinder suchten Spielzeuge und Kleidung zusammen, die verteilt werden sollten.

Tja, und dann ging es los in ein Squarter (so nennt man hier die ärmeren Viertel) mit Nudeln, Soße, Plätzchen, Tellern, Bechern und Besteck sowie einigen Spielzeugen und Kleidung und 18 Kindern, die sich darauf freuten, helfen zu können.

Nach anfänglichen Berührungsängsten von beiden Seiten zeigten unsre Kinder gastgeberische Talente, verteilten ca. 100 Teller mit Spaghetti, zu Trinken und zum Schluss Plätzchen und ihr Spielzeug.

so, ich glaube, ich habe genug gesagt, denn ich denke, dass die Bilder allein für sich sprechen. Wer also Interesse bekommen hat, muss nur den Link anklicken und kann dann Fotos anschauen von einer wirklich gelungenen Party, die unbedingt wiederholt werden muss.

spaguetti2009.html

LG, eure Philiuli

 

Die Flucht Januar 26, 2009

Einsortiert unter: Ausflug,Schule — philiuli @ 7:07 nachmittags
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Mabuhay,

bevor uns die Arbeit auffrisst, haben wir beschlossen, einfach mal ein Wochenende wieder an den Strand zu fahren. Diesmal ging es allerdings nicht in den Süden, sondern ab in den Norden. Nach 5 Stunden Autofahrt (dank Stau in und um Manila) kamen wir – zwei Familien und die zwei ledigen Tanten Nadine und ich – Freitag Abend in einem netten Resort in Zambales an. Freya und Woodzy (zwei Kollegen aus der Schule) kamen Samstag dazu. Dort hieß es dann den gesamten Samstag und Sonntag Morgen entspannen, baden, bräunen, essen und ganz viel Nichtstun.

Die Rückfahrt wurde dann recht spannend: Spontan-go-cart-fahren, zwei Graslandbrände beobachten, einen Autounfall neben uns hören und sehen und natürlich bei Starbucks anhalten (das ist ja schließlich schon ein Ritual).

Leider ist nun schon wieder Montag und ich habe meinen ersten Schultag in dieser Woche hinter mich gebracht. Jetzt muss ich nur noch für 13 Kinder Halbjahresinformationen schreiben (zum Glück müssen die erst bis Freitag ausgedruckt sein), den Unterricht für Morgen vorbereiten und meine Müdigkeit irgendwie austricksen. Aber Hoffnung auf bessere Zeiten ist ja schon wieder da: Ende Februar sind ein paar Tage frei und ich werde nach Bangkok fliegen. Juhu, Arbeiten im Ausland kann echt Spaß machen.

LG, die Philiuli

 

 
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