Mabuhay,
Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir….
Tja, jedes Jahr am 11.11. hat nicht nur meine Omi und die liebe Kristl Geburtstag, nee… an diesem Tag feiern wir auch St. Martin. Das ist nun mein dritter Martinsumzug hier in Manila gewesen und irgendwie ist es jedes Jahr dasselbe.
Mittags wird es erstmal total dunkel und ein Regenguss kommt herunter, dass man Angst hat, die Welt gehe gleich unter. Danach hellt es aber dann zum Glueck doch noch auf und die boesen Regenwolken verschwinden. Nun muss noch bis 17Uhr durchgehalten werden – Kinder helfen beim Fruechtepunsch machen und man fragt sich immer wieder, ob einige von denen jemals eine ungeschaelte Orange in ihrer Hand hattten. Danach geht dann endlich die grosse Feier los, wobei stets ein paar Kinder aufgrund des miesen Manilastaus zu spaet kommen (oh ja, im ersten Jahr gabs sogar bitterliche Traenen, weil es eine Familie erst so spaet schaffte, dass der eigentliche Umzug schon vorbei war).
Als erstes wird gesungen und Theater gespielt und dann werden die Laternen mit richtigen Kerzen angezuendet (in diesem Moment sind wir dann doch alle glueklich, dass es vorher geregnet hat, da laesst sich’s Feuer einfacher loeschen). Schliesslich gehts eine Runde im Schulgelaende um den Sportplatz (ausserhalb der Schule waere es zu gefaehrlich in dem Gebiet), jeder versucht das St. Martinslied zu singen, was allerdings nie so richtig gelingt. Dann werden noch Broetchen gegessen und der Punsch wird verzehrt und ab gehts wieder Heim. Gestresst von dem ganzen Tag sitzt man dann als Lehrerin am Abend zu Hause und fragt sich warum das Ganze. Aber die Antwort ist logisch. Auch im Ausland lieber die Kinder solche kleinen Traditionen und diese vielen Strahleaugen helfen dann doch recht gut ueber den eigentlichen stressverursachten Unmut hinweg.
Und so wird es sicher auch im naechsten Jahr wieder heissen
Durch die Strassen auf und nieder…..
in diesem Sinne sag ich liebe Gruesse
eure Philiuli












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