Viele Inseln und eine Uuuuli

Philippinen

koffein pur Mai 9, 2011

Einsortiert unter: Alltag,Manila — philiuli @ 6:32 nachmittags
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Mabuhay,

Kleine Kaffeeauswahl

am Samstag waren Boy und ich bei Freunden (Jana – eine gute Freundin von mir, die zufällig auch ursprünglich aus Karl-Marx-Stadt kommt- und ihr Freund Glenn) zum Kaffeeklatsch eingeladen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Es ging tatsächlich um Kaffee. Jana arbeitet für den DED (Deutschen Entwicklungdienst) und betreut dort seit längerem ein Kaffeeprojekt. Dementsprechend groß ist mittlerweile ihre Kaffeekenntnis und Kaffeeliebhaber ist sie sowieso. Sie lud also uns und noch ein paar andere Freunde zum Kaffeeaustausch und zur Kaffeeverkostung ein.

Unsre Mischung war echt gut. Wir hatten ne recht große Auswahl: Balikaffee, Sumatrakaffee (mein Favourit), Vietnamkaffee (mein Anteil zum Kaffeeklatsch), Australischer Kaffee und natürlich der philippinische 18days Coffee (der von Freunden von Jana speziell selbst in einer Popcornmaschine geröstet wird).

Jungs...:-)

Jungs.... :-)

Natürlich gabs nicht nur Kaffee und Klatsch. Wir haben uns auch endlich mal im Wallclimbing ausprobiert (die beiden haben zu Hause ihre private Kletterwand eingebaut), wobei ich mich doch recht schnell geschlagen geben musste (da muss ich wohl noch ne weile Pilates machen, um etwas höher zu kommen). Außerdem gabs wieder eine musikalische Einlage – Glenn ist nämlich seit kurzem stolzer Besitzer einer Djembe Trommel, die Boy gebaut hat. Und Jana steuerte beim Entertainmentprogramm mit einer kurzen Feuertanzshow bei.

Hoch, höher..und wieder runter

Hoch, höher..und wieder runter

Die Profis

Die Profis

Ein sehr netter Samstagnachmittag, der hoffentlich bald mal wiederholt wird (ich muss dringend wieder Urlaub machen, um neuen Kaffee ausprobieren zu können ;-) )

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

 

Clowns san Frontiers Dezember 15, 2010

Einsortiert unter: Armenviertel,Manila — philiuli @ 10:00 nachmittags
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Mabuhay,

am dritten Advent konnte ich mal wieder Einblick in die andere Welt der Philippinen gewinnen, vor der man hier nur allzu gern die Augen verschließt. Aber Philippinen sind und bleiben ein Entwicklungsland und es gibt allein in Manila genügende Ecken, wo das immer wieder deutlich wird.

Auf jeden Fall war aber der Anlass zum Besuch in dem Armenviertel Pandacan, nur 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt (zumindest an einem Sonntag, wo es mal ausnahmsweise keinen Stau gibt) immerhin ein positiver. Boy arbeitet gerade für eine französische NGO, die Straßenkinder in Manila unterstützt. In diesem Projekt sind noch 4 andere Franzosen dabei (1Musiker, 2 Puppenspieler und 1 Komödiant). Innerhalb von nur 4 Tagen haben sie ein richtig tolles Theaterstück auf die Beine gestellt (Boy hat die Kulisse mitgebaut und die Instrumente und er muss sogar ne kleine Rolle spielen – haha -und natürlich musizieren). Seitdem waren sie in den verschiedensten armen Vierteln und haben es den Straßenkindern vorgespielt. Pandacan liegt direkt an den Zugschienen. Schon krass, wenn man die kleinen Kinder schon mit kaputten Zähnen und verwahrlosten Klamotten sieht. Denen taten die halbe Stunde Sorgen ausschalten sichtlich gut, es war schön so viele strahlende Gesichter zu sehen.

Außerdem gestaltete die Organisation zusammen mit 20 Straßenkindern einen Workshop, indem die Kinder selbst ein Theaterstück eingeübt haben. Morgen ist dann die Aufführung. Schade, dass ich die Inszenierung verpasse, nur weil ich arbeiten muss. Wird sicher toll werden.

Ich finde es toll, dass es doch viele Menschen gibt, die sich für diese Kinder einsetzen, die nicht so viel Glück haben wie wir Deutschen, in einem perfekt funktionierendem Sozialnetz.

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

 

darf ich vorstellen: mein auto Januar 19, 2009

Einsortiert unter: Manila,Zweites zu Hause — philiuli @ 3:35 nachmittags
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Mabuhay,

so lieber Papa, extra für dich schreibe ich diesen Blogeintrag. Ich habe es endlich mal im Hellen geschafft, mein neues Auto zu fotografieren. Jaja, so neu sieht es gar nicht mehr aus. Genau genommen ist es so ungefähr 15Jahre alt (also ein Teenager-Auto, mit einigen Macken). Aber es bringt mich von A nach B und wieder zurück und ich bin endlich nicht mehr abhängig von stinkenden Tricycles und nervenden Taxifahrern. Ich hoffe daher, dass mir mein neuer Partner die gesameten zwei Jahre zur Seite steht und mich nie im Stich lassen wird.

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LG, eure Philiuli

 

Irgendwie immer noch wie Urlaub August 18, 2008

Einsortiert unter: Manila,Schule,Zweites zu Hause — philiuli @ 5:03 nachmittags
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sitze gerade auf meinen neu gekauften grünen Kissen, die total toll sind…

Mabuhay,

so, nun hab ich also schon wieder ein Wochenende rum. Diesmal stand am Samstag Sightseeing aufm Plan. Unsere Sekretärin hatte eine Führung gebucht mit nem total witzigen Filippino. Die

Die neuen Lehrer und ein paar alte noch dazu

Die neuen Lehrer und ein paar alte noch dazu

ganzen neuen Lehrer und der Schulleiter und ein alter Lehrer waren eingeladen – als kleine Kennenlernrunde so zu sagen. Mittagessen gabs dann in einem netten Restaurant direkt am Meer. Leider war das Essen fast alles Fisch oder Fleisch. Selbst in den Reis haben die dort noch Krabben reingemacht….total Vegetarierunfreundlich. Aber was hab ich auch erwartet. Ich wohn schließlich auf einer Insel! Ohne Worte! Trotzdem ist mir noch nicht nach Fisch essen (obwohl immer alle schwärmen).

Ich kann dafür echt Werbung für das Obst hier machen. Borr ist das lecker. Die Mangos sind ein Traum und auch die Bananen schmecken richtig nach Banane. Bin total begeistert. Hab heut übrigens einen aus frischen Obst gemachten Smoothie getrunken….yammi

Naja, soviel dazu. Der spannende Teil kam dann eigentlich Sonntag abend. Wir (das waren die Nadine, Luci – meine andere neue Grundschulkollegin, Matthias – neuer Lehrer aus der Oberstufe, Frea – meine Fastnachbarin und Kollegin ausm Kindergarten und ich) waren in Malate (dem Nuttenviertel von Manila) unterwegs. Zuerst gingen wir in ein Grillrestaurant, wo Live bands spielten. Da wurde (wie hier so üblich) erst einmal die Tasche durchsucht (ich könnte ja ne Waffe zufällig dabei haben) und dann hat die Dame einen gleich noch selbst abgetastet.

G-point in Malate

G-point in Malate

Danach sind wir dann in eine für Malate typische Bar gegangen. Der Name der Bar hatte ja schon einige Vorurteile zugelassen, die sich tatsächlich bestätigten. Da waren wir Mädels nämlich mal Ausnahmsweise total uninteressant. Ansonsten werd ich hier als Weiße ja permanent angestarrt, freundlich angelächelt, begrüßt usw. Anders in dieser Bar. Da gab es so viele weiße, alte, ekelhafte Männer und ganz viele Filippinas, die sich zu den Typen an den Tisch gesetzt hatten. Kann sich nun jeder seinen Teil denken. Ist auf jeden Fall witzig anzusehen. Ich kann nur den Tipp geben, dass Schild auf dem Gruppenbild mal genauer zu lesen….das wird sicher nicht umsonst dort gehangen haben.

"Das verräterische Schild"

Naja, andere Länder andere Sitten….kann ich da nur sagen. Ich fühl mich auf jeden Fall echt sicher hier. Kann also alle beruhigen, die sich so dolle Sorgen gemacht haben.

So, vielleicht schaffe ich es das nächste Mal, ein paar Fotos von meinem Haus reinzustellen. Beim letzten Versuch kam mir leider ein übelster Regenschauer dazwischen, so dass ich keine Bilder machen konnte. Aber ich hab ja noch Zeit und werde mir Mühe geben, bald die Nachfragen zufriedenstellend zu beantworten.

Bis dahin, lg

eure Philiuli

P.S.: Hatte heute meinen ersten Einarbeitungstag in der Schule…. Das Urlaubsfeeling neigt sich also langsam dem Ende zu. Aber ich freu mich auch meine Klasse.

 

I’m in heaven August 13, 2008

Einsortiert unter: Manila,Schule,Zweites zu Hause — philiuli @ 4:31 nachmittags
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müde und immer noch etwas vom Jetlag geplagt….

Mabuhay,

ich will ja hier nicht angeben, aber ich wette, dass ihr gleich ein kleines bissl neidisch werdet. Ich bin hier wirklich im Paradies gelandet (mal abgesehen von dem ganzen Dreck, der einen hier ständig umgibt). Ich war doch gestern in dem Spa und ich kann nur sagen wooooooowwww.

Jetzt gehts los...

Jetzt gehts los...Nadine und Uli sind bereit fürs Verwöhnprogamm

Als erstes wirst du dort von bestimmt fünf nett lächelnden Filippinas empfangen, die dir sofort deine Schuhe entgegen nehmen und beim Reinschlüpfen in ein paar Flipflops helfen. Danach bekommst du dann dieses tolle Outfit, was ihr auf dem Foto bewundern könnt. Soweit so gut. Nachdem das alles erledigt war, kam der richtig angenehme Teil, den du dir selbst zusammenstellen kannst (eigentlich gibts dort alles, was das Herz begehrt): bei mir war das gestern eine einstündige Ganzkörpermassage. Bin immer noch fasziniert. Die haben dir sogar das Hinterteil massiert (immer schöne kleine Kreise, nor), sowie die Kopfhaut und das Gesicht. Und dann wurde man noch gründlich gedehnt.

Am Ende gabs dann noch einen Drink und weiter gings zur Manicure und Pedicure.

Das erste Mal in meinem Leben mit schicken Nägeln

Das erste Mal in meinem Leben mit schicken Nägeln

Ich besitze nun endlich dunkle Fußnägel, damit man den Dreck unterm Nagel nicht so sieht. Und für die Hände gabs eine French Manicure (lieber Andy, du würdest mich sicher sofort vernaschen mit den tollen Nägeln).

Am Abend wurden wir gleich weiter verwöhnt. Nadines Haushälterin ist eine Superköchin. Und sie kocht immer extra fleischlos für mich. Ist schon toll, wenn man sich einfach nur an einen gedeckten Tisch setzen brauch und es sich schmecken lassen kann.

So, und als ob das nicht genug der guten Dinge ist, nun der letzte Punkt, der sicher einige neidische Kommentare wie “Ich bitte auch” hervorrufen wird. Ich hatte heute nämlich das erste Mal meine Haushälterin hier. Die Alona fetzt. Die will ich unbedingt mit nach Hause nehmen. SIe hat mein Haus total toll sauber gemacht, sogar meine tote Kakerlake ausm Bad entfernt (Ordentlichkeitstest erfolgreich bestanden), sowie meine Wäsche gewaschen, zusammengelegt und in den Schrank geräumt. Ich glaube, sie ist 8 Stunden hier. Und das alles für 300Peso (das sind umgerechnet 4,50€). Kann mich also bitte demnächst mal jemand wieder auf den Boden zurückholen? Wie soll man denn da bitte schön nicht abheben? Ich werd mir aber alle Mühe geben. Schließlich weiß ich, dass es mir nicht mein ganzes Leben so gehen wird. Also genieße ich den Augenblick.

So, ich hoffe, dass es allen in Deutschland oder wo auch immer ihr euch gerade auf dieser Welt befindet, auch gut geht.

Seid auf jeden Fall von mir lieb gegrüßt,

eure Philiuli

P.S.: Nicht, dass ihr denkt das ich faul bin: ich war heut morgen um 7Uhr joggen. Borr ey, das ist trotzdem schon warm um die Zeit. Habe allerdings tapfer 30 Minuten mit meiner Kollegin Nadine durchgehalten.

 

 
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