Viele Inseln und eine Uuuuli

Philippinen

Osterurlaube 2012 April 14, 2012

Einsortiert unter: einsame Inseln,Uncategorized,Urlaub — philiuli @ 2:26 nachmittags
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Mabuhay,

Osterferien bedeuten natürlicha auch Urlaubsreisen. Zwei Urlaubsziele und zwei Wochen Zeit. Die erste Woche gings nach Samar, eine Insel im Osten der Philis. Holy Week spielen die Filipinos ja alle ein bisschen verrückt und daher wollten Boy und ich uns lieber auf eine einsame Insel zurückzuziehen. Nachdem ich ne Weile den Lonely Planet durchgeblättert hatte stand es dann fest – San Antonio auf Samar klang nach dem idealen Ziel für eine ruhige Zeit. War auch sehr entspannt – abgesehen von einigen philippinischen, einheimischen Gästen, die ihre Grillpartys ausgerechnet in unserem Resort feiern mussten. Zumindest aber war es recht untouristisch und man hatte kaum einen Ausländer gesehen. Was natürlich dazu führte, dass ich mich eeeeeexxxxxxtremst angestarrt fühlte von all den Einheimischen. Eine alte Frau hatte mir sogar extra die Hand geschüttelt mit einem netten “God bless you”.

Die zweite Woche gings dann in ein touristischeres Gebiet zusammen mit Linda (meiner Kollegin) – Kota Kinabalu, eine Stadt in Malaysia, die den gleichen Namen trägt wie der grob 4000m hohe Berg Kota Kinabalu. Den Berg haben wir nicht bestiegen (meine nicht vorhandenen Muskeln hätten da nämlich sicher versagt), stattdessen haben wir bissl Island Hopping gemacht, sind durchn Dschungel gelatscht und haben Komodowarane beobachtet. Eigentlich sollte es auch Makakenaffen geben, aber irgendwie wollten die sich einfach nicht zeigen. Als Highlight haben wir uns dann noch ein eine Touristenattraktion angeschaut: ein kleines künstlich angelegtes Dorf, in dem 5 Urstämme von Sabah, der Gegend rund um Kota Kinabalu, nachgebaut waren. Ganz interessant mal etwas über die Geschichte zu erfahren. So habe ich gelernt, dass Filipinos – die vor grob 500Jahren einreisten – den zweitgrößten Stamm in der Gegend bilden. Kein Wunder also auch, dass es einen Markt in der Stadt gab, der als Philippino Market bezeichnet wurde. Allerdings war in Malaysia alles ganz schön viel teurer als in den Philis.

Frisch gestärkt kommt nun schon der Endsport vor den den Sommerferien. Zehn Wochen sinds glaub ich noch bis zum Schuljahresende :-)

In diesem sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

 

Reunion a la filipino style Januar 31, 2012

Einsortiert unter: Feste,Party,typisch philippinisch — philiuli @ 5:03 nachmittags
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Mabuhay,

manchmal kann es doch von Vorteil sein einen philippinischen Freund zu haben. So lernt man wenigstens hautnah die philippinischen Bräuche und Traditionen kennen. Dieses Wochenende durfte ich nun bei einer typisch philippinische Family Reunion teilnehmen. Und zwar hatte der Garrovillo Clan eingeladen (wie ihr sicher denkt handelt es sich also um Boys Familie). Der Schauplatz des Ganzen war in Guimaras, eine kleine Insel (übrigens die Insel mit den angeblich besten Mangos des Landes) so ziemlich in der Mitte der Philis.

San Miguel Time

San Miguel Time

Also machten wir uns Samstag früh auf, um nach Iloilo zu fliegen, um dann weiter nach Guimaras mit dem Schiff zu tuckern, um dann nochmal mit einem Jeepney zu fahren, um dann endlich im Resort anzukommen, an dem sich ungefähr 300 geladene Garrovillo Clan Gäste befanden, die gemeinsam feierten. Eigentlich ne ziemlich anstrengende Reise für mal fix ein Wochenende (zumal wir noch hinzu über 2 Stunden Verspätung hatten dank Cebua Pacifics kaputtem Flugzeug), dennoch hat es sich gelohnt, denn so ein Erlebnis ist sicher einmalig. Außerdem war es für mich – als einzige weiße Frau in der ganzen Runde – defintiv gut fürs Ego. “You are so pretty.” Oder auch zu Boy: “How come you have such a pretty young girlfriend. I am much more handsome than you…” Allerdings musste ich auch eine Niederlage eines kleinen 10 jährigen Mädchens einstecken. Sie zupfte an meiner Nase, bekleitet mit den Worten: “You look like a dwarf just in big” oder auch auf gut Deutsch: Ich sehe aus wie Zwergnase…..ttttzzzz….wir Deutschen und unsre Riesennasen. Die können wir einfach nicht verstecken.

Familienfoto Clan Blau

Familienfoto Clan Blau

neue Freunde

neue Freunde

Ansonst war das Event auf jeden Fall sehr Philippinisch. Jeder Familienzweig trug eine andere T-Shirt-Farbe, damit man gleich weiß, wer wem zuzuordnen sei; es gab viele Spiele (zum Beispiel: wer kann am längsten aaaaaaaaaaaaaa sagen), viele gestellte Fotos (jeder Familienzweig wurde einzeln vorgestellt und dann fotografiert), Tanzshoweinlagen (Garrovillo’s got Talent), natürlich ne Karaoke Maschine und mehrere Gitarren zum Klimpern und natürlich viiiiiiiieeeeeel gutes San Miguel Bier. So schliefen dann auch gegen 18Uhr schon einige Herren besoffen am Tisch.

Tanzeinlagen

Tanzeinlagen

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie fröhlich alle dabei waren. Egal welchen Alters, alle haben mit getanzt, gelacht und Spaß gehabt. Ich wünschte mir unsere Familienpartys seien nur halb so entspannt wie dort. Und ich wurde von allen Familienmitgliedern mit offenen Armen empfangen (vor allem natürlich von den Herren ;-) )) Aufs Familienfoto wollt ich dann aber trotzdem nicht mit drauf. Da kam ich mir irgendwie zu blöd vor. Ein kleines Mädchen sagte übrigens, als ich erzählte, dass der Boy nur mein Freund und nicht mein Mann sei. “In 2 years he will be your husband and then you can join the photo cause then you are officially our family”. Schlaues Kind, aber keine Sorge Mama und Papa…hab das nicht vor :-) )))

Mein neues T-Shirt

Mein neues T-Shirt

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

 

AETA und die Armut Mai 24, 2011

Einsortiert unter: Armenviertel,Ausflug — philiuli @ 8:23 nachmittags
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Mabuhay,

nachdem wir dann Samstag früh nach der Ausstellungseröffnung gegen 2Uhr morgens ins Bett fielen, hieß es 5.30Uhr schon wieder aufstehen. Denn wir hatten ein spannendes, interessantes und lehrreiches Wochenende noch vor uns. 6Uhr trafen wir uns mit ein paar Kollegen und zwei Schüler aus Klasse 10 und auf gind die Reise in den Norden nach Zambales (grob 5 Stunden von Manila mit dem Auto).

Zu Besuch bei den OLPOYS

Zu Besuch bei den OLPOYS

Hintergrund des Wochenendtrips war folgender. Vor einigen Wochen hatte ne Freundin von mir (die liebe Jana vom Deutschen Entwicklungsdienst) Verbindung zu Andreas – einem Mitarbeiter vom Deutschen roten Kreuz hier in Manila – aufgebaut. Andreas leitet ein sehr spannendes Projekt zusammen mit dem spanischen Roten Kreuz und dem Philippinischen Roten Kreuz. Nachdem 1991 der Vulkan Pinatubo (siehe früherer Eintrag) ausgebrochen war, wurden viele der philippinischen Ureinwohner AETA, die heute nur noch eine kleine Minderheitengruppe der Philippinen darstellen, nach Zambales umgesiedelt. Leider sind diese Menschen sehr arm, so dass sie nur notdürftige Behausungen bauen können, die nach jedem Taifun (und im Norde gibt es häufig Taifune) oder größerem Regenschauer zusammenbrechen. Das Rote Kreuz unterstützt einige Dörfer, indem sie Materialien zum Hausbau zur Verfügung stellen und den Leuten zeigen, wie man stabile Häuser baut. Außerdem helfen sie, Brunnen zu graben, um die Versorgung mit Wasser zu gewährleisten.

Typische AETA-Frau

Typische AETA-Frau

Neu gebaute Häuser

Oft leben auch wir Lehrer in so einer Blase, in der wir nix von der eigentlichen Armut mitbekommen.  Schnell vergisst man, dass wir hier in einem Entwicklungsland leben, wo immer noch viel Armut herrscht und es vielen Menschen nicht wirklich gut geht.  Und da es unsren Schüler nicht viel anders geht als uns, da sie in ihrer kleinen Bllase mit allem Luxus auwachsen,ist es wichtig, immer wieder eine bewusste Wahrnehmung des eigentlichen Lebens auf den Philippinen zu schaffen. So hatte es Andreas also organisiert, dass wir zwei der AETA-Dörfer besuchen konnten und uns die Schulen in den Dörfern genauer anschauen konnten. Ziel war es, dass Klasse 10 einen Austausch mit den Einwohnern schafft, um so in den nächsten 2 Jahren aktiv an diesen Schulen unterstützen zu können.

Dank Christoph – unserem Tagalog sprechendem Kollegen- und der guten Zusammenarbeit mit Andreas und dem Philippinischen Roten Kreuz ist das zum Glück auch super gelungen. Die gesamte Klasse 10 wird am 6. Juni wieder nach Zambales fahren – und zwar dann bepackt mit Schulmaterialien, denn an dem Tag beginnt in den Philippinen wieder die Schule (die haben nämlich jetzt grad Ferien). Außerdem wurden Tische bestellt, die hoffentlich bis dahin fertig sind.

Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses Projekt in den nächsten zwei Jahren entwickeln wird und ich hoffe, dass die Schüler des AETA-Dorfes, sowie unsere Schüler einen positiven Nutzen aus dem Projekt ziehen können.

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße

eure Philiuli

 

INKED – Ausstellungseröffnung von Boy Garro Mai 23, 2011

Einsortiert unter: Feste,Party — philiuli @ 7:35 nachmittags
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Mabuhay,

am Freitag war es endlich soweit….nachdem ziemlich viel mit bei den Ausstellungsvorereitungen in letzter Zeit schief ging (eigentlich sollte die Ausstellung in ner anderen Kneipe sein, die aber leider nen Monat vorher wegen Ruhestörung geschlossen werden musste) und wir den Donnerstag 6 Stunden lang mit Bilder aufhängen und Bilder ins richtige Licht rücken verbracht hatten (ich wusst ja gar nicht, wieviel Arbeit sowas macht), trudelten  so gegen 20Uhr die ersten Gäste ins Café Quantum, in dem die Ausstellungseröffnung stattfand.

Dazu muss ich sagen, dass der Boy ziemlich viele Künstler kennt, da er vor längerer Zeit in Baguio (ne Künstlerstadt 4 Stunden nördlcih von Manila) als Künstler recht aktiv war und einige große Ausstellungen mit anderen Künstlern auf seinen Lebenslauf schreiben kann.So kamen dann auch einige neugierige Freunde von ihm, die ihn unterstützen wollten. Außerdem hatten wir noch einige Freunde aus der Schule, dem Goetheinstitut und andre Bekannte eingeladen. So entstand eine echt nette Mischung an Leuten, die eine absolut tolle Atmosphäre kreierten.

Als Bonbon spielte Boy dann noch später am Abend mit seiner Band. Und wie es der Zufall so wollte, war genau an dem Tag die neue CD der Jungs fertig geworden, so dass sie die Chance gleich nutzen konnten, ihr Albumherauszubringen.

Alles in allem ein wundervoller Abend. Ich drück dem Boy natürlich die Daumen, dass er einige Bilder noch verkauft.

In diesem Sinne sag ich liebe Grüße,

eure Philiuli

P.S.: wer gern alle Bilder der Ausstellung sehn möchte, kann unter http://www.flickr.com/photos/boy_garro/ sich das Album INKED anschaun. Außerdem gibts auf der Seite noch viele andre Fotos vom Künstler (bin ja im Sommer in Dtl. – ich nehm auch gern Bestellungen entgegen).

 

Happy Halloween November 1, 2010

Einsortiert unter: Feste,Uncategorized,Wohnen — philiuli @ 2:15 nachmittags
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Mabuhay,

Guard bei der Abreit, hehe

ich hoffe, ihr habt euch zu Halloween nicht zu sehr gegruselt. Also, hier ist das Halloweenfieber ausgebrochen – dank der Amis, die so sehr als Vorbild gelten. Gestern war die Mall mit lauter kleinen Spidermen und Prinzessinen und Hexen komplett überfüllt. Trick-or-treat in den Läden geht natürlich auch schneller, als wenn man erst von Haus zu Haus ziehen muss.

"Meine neue Wohnung"

"Meine neue Wohnung"

Unser Haus hat sich in den letzten 4 Wochen auch in ein kleines Geisterschloss verwandelt. Ich muss allerdings unseren Guards und Maintanance Leuten großen Respekt aussprechen. Ich wusste gar nicht, was man mit einfachen Kartons, Papier und ein bisschen Farbe alles herzaubern kann.

Gute Nacht

Gute Nacht

 

in diesem Sinne sag ich gruselige Grüße

eure Philiuli

 

Typisch Philippinen Oktober 16, 2008

Einsortiert unter: Ausflug,Manila,Zweites zu Hause — philiuli @ 4:59 vormittags
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Mabuhay,

ich wollte endlich mal über ein paar typische philippinische Dinge schreiben, mit denen man hier dauernd konfontiert wird.

Behauptung 1: als weiße Person wirste immer anderes behandelt

Beweis:

Samstag Abend: Besuch im Hiphop Club Jaipur:

Wir stellen uns an er Riesenschlange vor dem Club an und es dauert keine Minute bis wir vom Türsteher geholt werden und nach vorn dürfen. Und als ob das nicht genug ist, dürfen wir auch einfach so in die obere VIP Etage…..Jaja, schon komisch. In Deutschland sind wir doch alle eigentlich nix besonderes. Und so langsam wird diese Sonderbehandlung auch echt anstrengend. Man kann niemandem vertrauen und richtig unterhalten will sich auch keiner mit dir. Stattdessen starren dich lieber alle an.

Behauptung 2:Die Phillipiner haben ne Macke was Sicherheitsvorkehrungen angeht

Beweis: In einem Theater in Manila

Am Sonntag waren wir aufm Kulturtrip und haben uns “West Side Story” angeschaut. Um allerdings erst einmal hinein zu kommen, musste man sich an einer endlosen Schlange anstellen. Und schnell war klar, warum es so ewig dauerte: Es gab nur einen Eingang, an dem auch noch in alle Taschen hineingeschaut wurde. Und da Philippiner generell eher langsam sind, hat das ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Und wirklich sicher isses sowieso nicht, weil die nur so tun, als ob sie wahnsinnig beschäftigt wären (das gleiche erlebt man hier nämlich an jedem Eingang zu den Einkaufszentren – total fürn Arsch).

Finde den richtigen Weg

Finde den richtigen Weg

Behauptung 3: Philippiner lieben Klimaanlagen

Beweis:

Immer noch in diesem Theater

Also die Vorstellung war eigentlich wirklich gut. Leider konnte ich mich kaum konzentrieren, weil es so Arschkalt war, dass ich einfach nur gefroren habe. Und dabei hatte ich extra einen Pulli mitgenommen. Da kam die Pause zwischendrin gerade, um fix einen Kaffee zu holen und an die frische Luft zu verschwinden um sich aufzuwärmen. Denn hier kannste dir sicher sein, dass es draußen selbst nachts noch angenehm warm ist. Einfach toll, wenn man sich so auf das Wetter verlassen kann. Da erspart man sich jegliche Thermometer.

Das ist nur ein kleiner Einblick nach 2 Monaten auf der Insel. Es gibt natürlich noch viel mehr zu entdecken und ich freue mich darauf, was es für weitere spannende Abenteuer geben wird.

ich sage Tschüß und lg

eure Philiuli

P.S.: Na, ist dir aufgefallen, dass ich ein bisschen anders aussehe? ich bin nämlich seit kurzem stolze Besitzerin einer kinnlangen Haarfrisur….neues Land, neues Leben, neue Haare. Und praktisch ist es auch noch.

 

 
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