Viele Inseln und eine Uuuuli

Philippinen

Die Polizei- Dein freund und helfer Juni 2, 2009

Gespeichert unter: Uncategorized — philiuli @ 7:13

Mabuhay,

ich habe letzte Woche mal ausgerechnet, wie viele Stunden ich doch tatsächlich hier im Auto verbringe….und ich kam erschreckenderweise auf ca. 20 Stunden in nur einer Woche – bisschen ins Fitnessstudio, zum Shoppen in die guten Einkaufszentren, zum Flugbuchen zu verschiedenen Flughäfen usw.  Bei den ständigen Staus hier (die bauen blöderweise gerade eine ganz wichtige Verkehrsstraße, die sich nur schwer umfahren lässt) ist das aber auch nicht verwunderlich.

Naja, so war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir von Polizisten angehalten werden und ich somit Lektion 2 berichten kann: Es lebe die Korruption!

Vor ein paar Tagen probierte ich mit Nadine eine neue Wegstrecke aus. Teilweise sind hier die Beschilderungen recht verwirrend, so dass wir auf der Busspur landeten (so, wie auch hunderte weitere Fahrzeuge).  Ansich nicht so schlimm, wenn nicht am Ende der Spur ein Polizeiauto gestanden hätte, dass uns stoppen wollte. Da die Leute hier allgemein so faul sind, hatten wir gehofft, sie würden nix tun und wir fuhren einfach weiter. Naja, leider hat der Plan nicht funktioniert und zwei Polizisten kamen auf Motorrädern nachgefahrn.  Im Schlamassel drin versuchten wir nun verschiedenste Strategien um recht günstig wieder rauszukommen – Nadine machte einen auf Unschuldig (weiblicher Charme scheint wohl nicht immer zu wirken) und ich versuchte es, den Typ mit der deutschen Botschaft einzuschüchtern (hatte leider auch null Erfolg). Aber der Typ war sich seiner Sache einfach zu sicher und ließ sich überhaupt nicht einschüchtern. Ende vom Lied: Wir bekamen 50 Prozent Rabatt und mussten statt 3500Peso (ca. 50€) nur 1500Peso (trotzdem noch 22€) zahlen. Angemerkt sei, dass ich ganz am Anfang meines Aufenthaltes schon einmal mit anderen Kollegen angehalten wurde und wir nur 500Peso damals los wurden – wegen Geradeausfahrens auf der Rechtsabbiegerspur oder Überfahrens einer roten Ampel (so ganz war der Typ sich damals nicht schlüssig, was wir nun verkehrswidriges gemacht hatten ;-) ).

Nun kommt aber erst der Höhepunkt der Geschichte: Als Nadine das Geld ausm Auto geben wollte, winkte der Polizist heftigst ab, nahm seinen Arm und griff in das Auto, um das Geld schön klein geknüllt zu schnappen und schnell in seine Hosentasche zu stecken. Tja, da hat er wohl seinen Wochenverdienst eingesteckt und sein armer Kollege am anderen Ende des Autos wird sicher nicht soviel bekommen haben.

Fazit: Auch wenn ihr Polizisten in Deutschland nicht mögt, so sind sie wenigstens nicht solche korrupten Arschlöcher.

In diesem Sinne sag ich LG

eure Philiuli

 

2 Responses to “Die Polizei- Dein freund und helfer”

  1. Bwitzig Says:

    frage zum textverständnis:
    was heißt „beim letzten mal anhalten waren es nur 500peso“?
    War das etwa nicht deine erste begegnung mit der staatsmacht?
    auf bald,
    deine gesetzestreue

  2. FonkyEla Says:

    Komm nach Frankfurt: Hier darf jeder fahren, wie er will!


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